Ausstellung „scrambled or squirrled“ Vernissage 2.12. 19 uhr

Siebdruck: Plakatkunst und Collage /Illustration

von und mit: bine m., schwarzer Hund, Susanne Kinau und Maria Graf

Vernissage Freitag, 2.12. ab 19 Uhr schwere reiter
Öffnungszeiten: 3.12., 4.12. und 8.12 bis 11.12. von 17 bis 21 Uhr

11.12.2011 um 19 Uhr – Neurowissenschaft in Bewegung

Wie werden komplexere Bewegungen wie Tanz wahrgenommen, deren Bewegungen der Zuschauer nicht selber ausführen könnte? Und wie sind die eigenen physischen Fähigkeiten mit dem ästhetischen Urteil verknüpft?

Emily S. Cross, Assistant Professor, Bangor University/North Wales, forscht zur Wahrnehmung von Bewegung und darüber, wie unsere physische Erfahrung sowie unsere Wahrnehmungserfahrung unsere Wahrnehmung von Bewegung beeinflusst.

Der Choreograf Stephan Herwig und Emily S. Cross werden an einer performativen Form arbeiten, um die wissenschaftlichen Ergebnisse in einer Art Lecture-Performance in Bewegung anschaulich zu präsentieren.

Vortrag in englischer Sprache

Ort: schwere reiter

art-in@gmx.net

12.9. um 19.00 Wettbewerb oder freie Entfaltung? Das Selbstverständnis des Künstlers im Spannungsfeld von Konkurrenz und Authentizität.

Mit Dr. Fabian Geier (Otto-Friedrich-Universität Bamberg) im Dialog mit Münchner Künstlern

Das Künstlerdasein erfordert kompromisslose Hingabe und Selbstvertrauen in die eigene Vision und Fähigkeit. Wie aber wirkt sich das kompetitive Element in Wettbewerben, Studienplätzen und um Fördergelder auf diese Kompromisslosigkeit und auf das künstlerische Selbstverständnis aus? Der Kunstbetrieb erwartet, dass der Schaffende als starke Persönlichkeit greifbar (und vermittelbar) ist. Gehört Stolz also unbedingt zum Kunstschaffen dazu? Oder wird erst durch die Vermarktbarkeitsforderungen die Profilierung und Konkurrenz unter den Künstlern verstärkt? Mit welchen Konsequenzen für das Kunstschaffen geht dies einher?

In Kooperation mit „PhilosphInnen in der Stadt“ – begleitend zum xxii. Deutschen Kongress für Philosophie „Welt der
Gründe“

Ort: schwere reiter – www.schwerereiter.de

art-in am 10.7.2011 um 19 Uhr „Gibt es den leeren Raum mit unbegrenzten Möglichkeiten? Über künstlerische Entscheidungsprozesse“

Was wäre, wenn wir noch einmal von vorne anfangen könnten, darüber nachzudenken, wie eine Vorstellung funktioniert. Wenn wir versuchen, alle Bestandteile einer Tanzshow – Tänzer, Bühnenbild, Tanzteppich, Scheinwerfer, Kabel – noch einmal ganz neu zusammen zu setzen. Nicht einer Theatertradition folgend sondern mit Hilfe eines auf Basis philosophischer Grundlagen entwickelten deterministischen Systems.

Bei art-in zeigen der Choreograf Philip Bergmann und der Philosoph Andrea Spreafico einen Monat vor der Premiere von „Show“ eine Zwischenbilanz ihrer Arbeit. Begleitet werden sie von den Tänzern Elisabeth Lambeck, Gabriel Wong und Gil-Ho Yang und gewähren uns einen Blick hinter die Kulissen.
In Vortrag und Tanzversatzstücken lassen sie uns an ihren Gedanken und Bewegungen zu ihrem Stück teilhaben. Gemeinsam mit den Zuschauern werden die Mechanismen einer Tanzperformance untersucht.
Wir freuen uns auf Demontage und Wiederaufbau, Moleküle und die ganz große Show!

Bei schönem Wetter wird gegrillt! Bringt mit was ihr auf die heißen Kohlen legen wollt. Wir freuen uns auf euch und ein nettes Beisammen sein mit den summercamp-Leuten von Micha Purucker – Infos: schwerereiter.de

art-in 24.5.2011 um 20:00 im schwere reiter

Lecture mit Dr. Thomas von Steinaecker und Bettina Wodianka
Spiel-Räume des Hör-Spiels. Intermediale Wechselspiele und künstlerische Strategien.

Beim Forum art-in dreht sich im Mai alles um Literatur und Hörspiel – in Kunst und Wissenschaft.
Zu Gast: Der Schriftsteller und Journalist, Hörspielautor und Filmemacher Dr. Thomas von Steinaecker. Die Faszination für Mischformen lässt sich direkt an seinem bisherigen Werk ablesen, da der junge Literat in und mit den verschiedensten Medien arbeitet, diese vermischt, relational variiert und dabei immer neu die Grenzen zwischen dem Sagbaren und Unsagbaren, dem Sichtbaren und Unsichtbaren auslotet. Im Mittelpunkt des Gesprächs stehen dabei die medialen Strategien seiner akustischen Arbeiten Meine Tonbänder sind mein Widerstand (BR 2007) und Herzrhythmusgeräusche (BR 2010) in Produktion, Präsentation und Rezeption, das Spiel mit authentischen Materialien und den Originaltonaufnahmen Wörter Sex Schnitt (intermedium rec. 2005) von Rolf Dieter Brinkmann, die Konstruktion und Konzeption von Wirklichkeit und pseudodokumentarischen Effekten, das dünne Eis der Fiktion, die Sensibilisierung unserer Wahrnehmung, die Beweglichkeit und Unbeweglichkeit unserer Sinne − Erinnern und Erzählen im medialen Wechselspiel.
Durch das Gespräch führt die Theater- und Medienwissenschaftlerin Bettina Wodianka, die ihre Dissertation Körperlose Stimmen zu Gast. Radiophonie, Literatur und Theater an der Universität Basel über (inter-)mediale Strategien im Hörspiele der Gegenwart verfasst.

Dr. Thomas von Steinaecker (1977) studierte Germanistik in München und Cincinnati. 2007 promovierte der Literaturwissenschaftler mit einer Arbeit über Literarische Foto-Texte. Zur Funktion der Fotografien in den Texten Rolf Dieter Brinkmanns, Alexander Kluges und W. G. Sebalds. Neben wissenschaftlichen Arbeiten und Rezensionen für u.a. die Süddeutsche Zeitung umfasst sein bisheriges Werk Hörspiele, Features, Erzählungen, Romane [u.a. Wallner beginnt zu fliegen, ausgezeichnet mit dem aspekte-Literaturpreis 2007; Schutzgebiet 2009] und Filme [Karlheinz Stockhausen: Musik für eine neue Welt ARTE 2008/2009; Reise zu Tolstoi 3Sat 2010]

Bettina Wodianka ist seit Februar 2011 Doktorandin bei Prof. Dr. Georg Christoph Tholen an der Universität Basel (/i/f/m), seit April 2010 im ProDoc ‚Intermediale Ästhetik. Spiel – Ritual – Performanz‘ als Candoc assoziiert. In der o.g. Dissertation untersucht sie die seit den 1990er Jahren zunehmend intermedial ausgerichteten Spielformen und radiophonen Strategien des Hörspiels, die sich im deutschsprachigen Rundfunk im Dialog mit zeitgenössischen Darstellungsformen des postdramatischen Theaters entwickelt haben.

art-in ist ein monatliches Forum für Künstler und Kulturschaffende zum gegenseitigen Austausch und zur Vernetzung.
art-in wird vom Kulturreferat der Landeshauptstadt München gefördert

Datum: 24.5.2011 um 20:00

Ort: schwere reiter München, Dachauerstr. 114

Workshop-Angebot von art-in am 26.4. ab 12 Uhr bis 17 Uhr

Siebdruck Workshop und Ausstellung

Begrenztes Platzangebot! Wer zuerst kommt…!

Im Workshop lernt man die Technik des Siebdruckens. Dazu benötigt man ein Motiv, das man vor dem Kurs auf eine Folie absolut schwarz kopiert oder druckt (keine Farbverläufe oder Schattierungen). Die schwarzen Linien sind dann auch die Stellen die später gedruckt werden und sollten nicht zu dünn sein. Mit Siebdruck lassen sich Stoffe (z.B. T-shirts, Jutetaschen) und Papiere (Plakate, Plattencover, Tapeten) bedrucken.
Wenn man etwas geübter ist, sind auch Mehrfarbdrucke möglich.
Beispiel: Jay Ryan
http://www.thebirdmachine.com/store.php

Der Kurs ist eintägig und dauert fünf Stunden. Durch die Teilnahme hat man die Möglichkeit die Werkstatt auch nach dem Kurs zu benutzen und unser Ziel ist es am Ende des Jahres unsere Arbeiten im schwere reiter auszustellen.
Kurs: Dienstag 26.04.2011, Beginn 12 Uhr bis 17 Uhr
Ort: Feierwerk e.V., Hansastr. 39-41
Mitzubringen: ein Motiv auf Folie dinA4 und Klamotten, die dreckig werden können

Feierwerk e.V.
Hansastr. 39 – 41
81373 München

Ansprechpartner vom art-in Team, Anmeldung und Fragen:
Sabine Mayer unter dieser Adresse: art-in@gmx.net

art-in am 13.12. um 19:30 Uhr im schwere reiter

Am Montag, den 13.12. findet die öffentliche Abschlussdebatte des art-in Workshops mit jungen RegisseurInnen aus Tel Aviv, Amsterdam und München statt.
Thema des Workshops und der Debatte: Visionen für das Postpost-Theater und eine neue international vernetzte Theatergeneration

Der Workshop findet am 12.12. statt, geleitet von Sebastian Blasius, Regisseur und Absolvent ATW Gießen.
Junge RegisseurInnen des Netzwerkes INSTED (insted.eu) treffen mit jungen Regisseuren aus München zusammen und diskutieren ihre Vorstellungen von international vernetztem Arbeiten und ihre Visionen von Theater.
Was kommt für die neue Generation nach dem postmodernen Theater oder braucht sie keine neue Theorie?

Bei Interesse an dem Workshop schreibt an: art-in@gmx.net

WORKSHOP ART-IN 11. -13.12.2010

Junge Regisseure aus Tel Aviv, Amsterdam und München treffen sich, um ihre Visionen von Theater vorzustellen und zu diskutieren – auch unter Berücksichtigung der nationalen Hintergründe der einzelnen und der Arbeitsstrukturen, die in ihrem jeweiligen Land möglich sind.
In Auseinandersetzung mit gemeinsam besuchten Aufführungen an den Münchner Kammerspielen, Jacques Rancières Text Der emanzipierte Zuschauer sowie der individuellen künstlerischen Recherche der Teilnehmer soll danach gefragt werden, wo die Potenziale und die ethisch-politische Relevanz dieser gegenwärtig jungen Regie-Generation liegt.
Inwiefern spielt die Nationalität der Einzelnen und ihr Umgang mit den Konventionen ihres Landes eine Rolle? Wie international können sie sich ein zukünftiges Theater denken?
Welche Konsequenzen ziehen junge (deutsche) Theatermacher aus der These postmoderner Theoretiker, dass spätestens ‚nach 1945‘ ein konsistentes Welt- und Menschenbild problematisch geworden ist? Und ist demgegenüber der deutsche Stadttheaterbetrieb nicht oft an der Produktion von Bildern interessiert, die den einzelnen Zuschauer in seiner Position gegenüber dem Wahrgenommenen eher bestätigen als in Frage stellen? Wie kann sich Theater gestalten, das den emanzipierten Zuschauer voraussetzt?

SEBASTIAN BLASIUS, * 1979 IN KREFELD
Studium der Angewandten Theaterwissenschaft in Gießen (Abschluss als Diplom-Theaterwissenschaftler ‚mit Auszeichnung‘); während des Studiums Szenische Projekte u.a. mit deufert + plischke, Laurent Chétouane, Heiner Goebbels, Mathilde Monnier, Matthias Langhoff, Rabih Mroué. Vor dem Studium Arbeit als bildender Künstler (Ausstellungen in Galerien in Krefeld, Hagen, Berlin – Letztere u.a. zusammen mit Robert Rauschenberg und Rosemarie Trockel) sowie als Musiker und Schauspieler/Performer. Er war Regieassistent am Schauspielhaus Bochum bei Armin Holz und Jorinde Dröse. Derzeitige Arbeit als Regisseur, Choreograf und Theaterwissenschaftler; verschiedene Publikationen in Fachzeitschriften und wissenschaftlichen Sammelbänden, u.a. zu Samuel Beckett. Diverse kunsttheoretische Vorträge, u.a. bei Vernissagen. Seine künstlerische Recherche konzentriert sich derzeit darauf, inwiefern sich vorhandene/historische (Schauspiel-) Inszenierungen mit Tänzern rekonstruieren lassen und wie im selben Zug theatrale Konventionen und Sehgewohnheiten befragt werden können. Internationale künstlerische Tätigkeit, Gastspiele an renommierten Theaterhäusern und Festivals, u.a. in Frankfurt/Main, Antwerpen, Berlin, Aarhus (Dänemark). Für Anfang 2011 ist eine neue Inszenierung am i-camp/neues theater münchen geplant sowie eine Zusammenarbeit mit ‚artistwin‘ deufert + plischke an der Tate Modern Gallery, London.

art-in am Sa 20.11. von 12.00-15.00 Uhr im schwere reiter „Künstler und Freiberufler“

Experten geben Auskunft zur Künstlersozialkasse, GbR, Steuer

Vortrag und individuelle Fragen.

Jens Schoenenberg, Berater in Fragen zur Künstlersozialkasse, und Katrin Hitzeroth, Steuerberaterin, beantworten Fragen von freiberuflich arbeitenden Künstlern und Produktionsleitern, sowie Künstlern, die selbst Projektleiter sind und von allen, die vorhaben in dem Bereich freiberuflich zu arbeiten.

Wer kann in die KSK aufgenommen werden?
Wenn in einem Projekt mehrere freiberufliche Künstler und/oder Publizisten zusammen arbeiten, wer muss dann welche Abgaben zahlen, worauf muss man achten?
Was kann alles von der Steuer abgesetzt werden?
Ab wann muss man Umsatzsteuer zahlen und wie konkretisiert sich das?

kostenfrei, Anmeldung bitte unter: art-in@gmx.net
Infos: schwerereiter.de und artin.blogsport.de

art-in ist ein monatliches Forum für Künstler und Kulturschaffende zum gegenseitigen Austausch und zur Vernetzung.

art-in wird vom Kulturreferat der Landeshauptstadt München gefördert

Somewhere: eine zeitgenössische Tanzproduktion und Fotografieausstellung am 15./16. und 18./19.09.2010

Wir freuen uns euch zum ersten Mal eine von art-in initiierte und unterstützte Kooperation zweier Künstler ankündigen zu können!
Der Choreograph Stephan Herwig zeigt sein neues Tanzstück im schwere reiter und Ursula Paletta stellt dazu im Foyer Fotographien aus.
Beide Arbeiten zeigen unterschiedliche Aspekte zum Thema:

Somewhere
eine zeitgenössische Tanzproduktion von Stephan Herwig

Wo sind wir, wenn wir denken? (H. Arendt)
Wo sind wir, wenn wir Musik hören? (P. Sloterdijk)
Wo sind wir, wenn wir in der Welt sind? (Valentinos/Basilides)

In seinem neuen Stück beschäftigt sich Stephan Herwig mit der Thematik der
Weltflucht. Er erforscht mit seinen Tänzern Formen der An- und Abwesenheit und
geht der Frage nach wie präsent ein Körper ist, dessen Geist in andere Sphären
entschwindet.

Choreografie: Stephan Herwig
Tanz: Karen Piewig, Zufit Simon, Stephan Herwig, Mathias Schwarz
Licht: Charlotte Marr
Presse: Beate Zeller
Foto: Johann Gottlieb Bossert

Im Foyer werden dazu großformatige Fotografien von Ursula Paletta gezeigt. Auch in ihren Arbeiten sind Menschen zu sehen, die gleichsam da und doch nicht da sind. Stillebenhaft und bühnenartig inszeniert die Künstlerin ihre Figuren an alltäglichen Orten und stellt so die sichtbare Welt leise in Frage.

Vorstellungen: 15./16. und 18./19.09.2010,
jeweils 20.30 Uhr
schwere reiter
Dachauerstr. 114
80636München

Karten: 15,- / 10,- €
Kartenreservierung: 089 – 324 942 70